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Vegane Pasta von Clémence Catz

Heute gibt es vegane Pasta! Das ist mit diesem Kochbuch kein Problem. 50 einfache Rezepte mit vielen Fotos. (Werbung)

Heute gibt es Pasta! Basta! Aber dann bitte vegan. Kein Problem. Denn Clémence Catz zeigt dir in dem vorliegenden Nudel-Kochbuch, dass vegane Pasta mehr ist als Spaghetti mit Tomatensoße. Hand aufs Herz, das wusstest du vorher auch schon, oder?

Zumindest von mir kann ich das behaupten. Pasta, egal ob Spaghetti, Farfalle, Spirelli oder Conchiglioni kombiniere ich mit allem, worauf ich gerade Appetit habe. Trotzdem hat mich „Vegane Pasta“ mit den vielfältigen Rezepten überrascht. So viel Abwechslung und Inspiration habe ich absolut nicht erwartet.

Das Buch ist in sechs Kapitel aufgeteilt. Denn die Einleitung zähle ich bereits dazu, da sie mit sechs Seiten sehr ausführlich ist. Dort finden sich viele wertvolle Küchentipps, damit die Pastagerichte auch gelingen. Unter anderem gibt die Autorin Tipps, welche Pasta wozu passt und was bei der Herstellung frischer Pasta unbedingt beachtet werden muss. Aber dann kommen auch schon die Rezepte.

Das Buch Vegane Pasta ist eingerahmt in verschiedene Pasta
„Vegane Pasta“, Titel, Heel-Verlag

Die Rezepte:

  1. Grundrezepte
  2. Klassiker neu erfunden
  3. Gesund und vitaminreich
  4. Inspirationen aus aller Welt
  5. Raffiniert und kreativ

Bei den Grundrezepten finden sich Rezepte für selbst gemachte Pasta aller Art: aus Einkorn, Quinoa, bunte Pasta, Gnocchi (steht ab sofort auf meiner To-Cook-Liste!) und Gemüsenudeln. Aber was wäre ein Pastarezept ohne Sauce, Pesto, Gremolata oder Parmesan? Für all das finden sich leckere vegane Rezepte in diesem Kapitel.

Klassiker neu erfunden

Zu den neu erfundenen Klassikern gehören unter anderem

  • Canneloni mit Mangold mit Tofu
  • Linguine alla Puttanesca
  • Spaghetti Bolognese
  • Fettucine Alfredo
  • Spaghetti Carbonara (mit Auberginen-Bacon)

Von diesen Klassikern ist Spaghetti Bolognese wohl am einfachsten vegan zuzubereiten. Die habe ich schon vor dreißig Jahren vegan zubereitet – damals war aber nur von „vegetarisch“ die Rede … so ändern sich die Zeiten. Trotzdem ist es schön, dieses Gericht hier wieder zu entdecken.

Alle Rezepte sind enorm appetitlich angerichtet. Da fällt es mir schwer, mich für ein Gericht zu entscheiden. Das Schlimme aber ist, dass ich nach diesem Kapitel nicht nur Appetit, sondern auch Hunger habe.

Abbildung von Spaghetti Carbonara aus dem Buch Vegane Pasta auf Seite 55
„Vegane Pasta“, S. 54 + 55, Heel-Verlag

Gesund und vitaminreich

„Gesund und vitaminreich“ klingt in meinen Ohren erst mal nach viel Salat und Rohkost. Das ist, bekannterweise, ja nicht so meins und spricht mich deshalb eben auch nicht an. Doch dann erlebe ich eine Überraschung – und habe die Qual der Wahl.

Mit Pasta zubereiteter Salat und Rohkost kommen in diesem Kapitel vor, aber nicht ausschließlich. Denn mal wird Pasta als Salat serviert, mal kommen die Nudeln warm oder als One-Pot-Pasta (Cheesy Brokkoli!) auf den Teller. Aber immer ist alles sehr appetitlich und farbenfroh angerichtet. Das Auge isst ja schließlich mit!

Abbildung von Süßkartoffel-Orangen-Spaghetti aus dem Buch Vegane Pasta auf Seite 79
„Vegane Pasta“, S. 78 + 79, Heel-Verlag

Inspirationen aus aller Welt

Ein Kapitel, das wie gemacht ist für Hobbyköche und -köchinnen (wie mich), die gerne mal über den Tellerrand schauen. Denn jetzt kommen Nudel-Gerichte aus anderen Ländern auf den Tisch. Mit von der Partie sind

  • Japan (Ramen mit karamellisierten Tempeh)
  • Griechenland (Moussaka)
  • China (Stir-Fry mit Chinakohl, Ingwer und Cashewnüssen)
  • Nordafrika (Erbsen-Chorba mit Minze und Vermicelli)
  • Amerika (Mac and Cheese mit Butternutkürbis)
  • und noch sechs weitere.

Mit dem zwölften Rezept macht Frankreich (Spaghetti à la Bretonne) den Abschluss. Dieses Rezept hat es mir besonders angetan. Denn hier werden Spaghetti mit Algen und Buchweizen in einer Cashewkernsoße serviert. Genau mein Geschmack!

Abbildung von Pasta Moussaka aus dem Buch Vegane Pasta auf Seite 101
„Vegane Pasta“, S. 100 + 101, Heel-Verlag

Raffiniert und kreativ

In der Tat verdient dieses Kapitel den Titel „raffiniert und kreativ“ zurecht. Das, was ich hier entdecke, ist wirklich nicht alltäglich. Hier muss eine sehr kreative Köchin am Werk gewesen sein:

  • Ravioli aus Reisblättern
  • Süßkartoffel-Gnocchi
  • Reis-Tagliatelle mit schwarzen Knoblauch, Zucchini und Salzzitrone
  • Orecchiette mit Rhabarbersauce und Gartenkräutern (Hast du so etwas schon mal gegessen?)
  • Black Pasta mit Hokkaido und Salbei (Ein Augenschmaus!)
Abbildung von Black Pasta aus dem Buch Vegane Pasta auf Seite 125
„Vegane Pasta“, S. 124 + 125, Heel-Verlag

Mein Fazit über „Vegane Pasta“ von Clémence Catz

Ein Buch wie ein gut aufeinander abgestimmtes Menü!

Es macht großen Spaß, dieses vegane Kochbuch zur Hand zu nehmen, darin zu blättern und mich inspirieren zu lassen. Die ganzseitigen Fotos, die jedes Rezept illustrieren, sind so appetitlich, dass mir allein beim Anschauen das Wasser im Mund zusammenläuft.

Ich kann nur sagen: Mehr davon! Denn die 51 Rezepte, die ich mit diesem Buch bekomme, sind mir zu wenig. Davon hätte ich sehr gerne mehr gesehen und gelesen. Da sind auch die 14 weiteren Rezepte für Pesto, gegrillte Tomaten, Knoblauch-Croûtons, Gremolata und Grundrezepte nur eine schwache Ergänzung.

Aber ich will nicht undankbar sein. Es ist ja schon mal gut, dass es dieses vegane Kochbuch überhaupt gibt. Wer weiß, vielleicht beglückt uns Clémence Catz ja bald mit einer Fortsetzung? Doch bis dahin tröste ich mit den weiteren Büchern, die bereits von Clémence Catz erschienen sind.

Wie bei jeder Kochbuchrezension will ich nicht versäumen, das Layout, das von Julia Philipps entworfen wurde, zu würdigen. So unterschiedlich die beiden Schrifttypen für die Überschriften auch sein mögen, sie harmonieren perfekt miteinander. Mir gefällt es auch, dass jedes Kapitel eine tonangebende Farbe hat. Dabei sind die ausgewählten Farben eher dezent und so gewählt, dass sie in keinem Fall die Seite dominieren – „Gesund und vitaminreich“ natürlich in einem Grünton.

Alles in allem lege ich dir dieses Kochbuch wärmstens ans Herz. Zusammen mit einem Paket vegane Nudeln wird daraus auch ein schönes Geschenk für eine liebe Person.

Viel Freude beim Nachkochen aus „Vegane Pasta“ wünscht
Inga,
die Jahreszeitenköchin

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Verlagsangaben

Buchcover von Vegane Pasta von Clémence Catz
Vegane Pasta
Bild von Heel

Vegane Pasta von Clémence Catz

Heel Verlag
144 Seiten
ISBN: 978-3-96664-341-2
erschienen 23. Februar 2022

Bildnachweis

Fotos: Inga Landwehr/Jahreszeitenkueche.de
Buchcover: Heel Verlag

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Ich versichere, dass ich diese Buchbesprechung aus eigener Motivation geschrieben habe. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar beim Verlag angefordert. Es wurde mir kostenfrei zugesandt. Ein Honorar wurde für diese Buchbesprechung weder vereinbart noch gezahlt.

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Portrait von Inga landwehr

Inga Landwehr kocht und backt seit 40 Jahren vegetarisch und vegan. Die Zutaten sind immer frisch, meistens bio und oft regional. Ihre besten Kochrezepte schreibt sie hier auf. Dabei achtet die zertifizierte Ernährungsberaterin auf gesunde Nahrung. Außerdem hat sie ein Faible für schöne Kochbücher und kulinarische Belletristik. Ach ja, Inga trinkt Tee.


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