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Pastasauce mit Paprika und Karotten

Würzig und pikant. Einfach und schnell gemacht- Ideal für einen kleinen Vorrat. Passt auch gut zur Pizza.

Rot, Grün, Gelb strahlen mich pralle Paprikaschoten in der Auslage eines Marktstandes an. Da könnte ich … sollte ich doch was draus machen, denke ich. Weil ich die roten lieber mag, lasse ich mir gleich ein paar einpacken. Dazu noch ein Bund Karotten – Knoblauch und Frühlingszwiebeln nicht vergessen! – und dann gehts in die Küche. Aus diesen frischen Zutaten wird jetzt eine Pastasauce gekocht, die absolut perfekt zu Spaghetti passt.

Spaghetti mit Paprika-Karotten-Soße. Darüber sind grüne Zwiebelringe gestreut.

Spaghetti für das Italien-Feeling

Allerdings esse ich deutlich weniger Nudeln, je älter ich werde. Risotto mag ich lieber und finde es geschmacklich auch interessanter. Das war früher mal ganz anders. Da gab es mehrmals in der Woche Spaghetti mit Soße. Wenn’s schnell gehen musste, war das Tomatensoße aus Tomatenmark. Hatte ich mehr Zeit, nahm ich frisches Gemüse.

Und gerade erinnere ich mich daran, dass der Song „Carbonara“ von Spliff mit dafür verantwortlich war, dass ich so oft Spaghetti gegessen habe. Dieser Ohrwurm ist für mich der Inbegriff von Leichtigkeit und südlichem Lebensgefühl. Damals hatte Leichtigkeit nur wenig Platz in meinem Arbeitsalltag. Und südliches Flair war schon wegen der Temperaturen in Bremen nur an wenigen Tagen zu haben. So wurde der Teller mit Pasta und aromatischer Soße immer zu einer kleinen Feierabendflucht.

Die Zeiten sind schon lange vorbei, doch ab und zu habe ich einen regelrechten Jieper auf Teigwaren. Als ich die frischen Paprikaschoten sah, war es mal wieder so weit. Doch heute nehme ich mir gerne die Zeit, um eine wirklich leckere Nudelsauce zu den (Vollkorn-)Spaghetti zu kochen.

Ich kombiniere die Paprikaschoten mit frischen Karotten. Frühlingszwiebeln und Knoblauch dürfen auch nicht fehlen. Alle Zutaten werden sowieso gerade geerntet und sind in bester Bioqualität zu bekommen. Wenn ich mit frischen saisonalen Zutaten kochen kann, mag ich es wirklich gerne.

Auf meinem Balkon wächst gerade ein Rosmarin. Zu meiner größten Freude hat dieser den Winter unbeschadet überstanden. Nun wird dieser für ein würziges Aroma in meiner Nudelsauce sorgen. Wenn du keinen frischen Rosmarin hast, dann nimm einfach getrockneten. Den schwitzt du zuerst im Öl an. Dann entfaltet dieser sein volles Aroma und ist fast so gut wie frischer.

Frische Paprika, Karotten, Frühlingszwiebeln und Knoblauch liegen auf einem Holzbrett

Vitamin C-Bombe Paprika

Früher hieß es, dass die grüne Paprika, verglichen mit den anderen Paprikafarben, den größten Anteil Vitamin C enthält. Diese Aussage ist zum Glück schon lange als Ammenmärchen enttarnt worden. Tatsächlich enthält Paprika unabhängig von der Farbe enorm viel Vitamin C. Allein mit dieser Nudelsauce deckst du den durchschnittlichen Bedarf von drei Tagen!

Aber auch der Gehalt an den Vitaminen A, E und B6 ist herausragend. Paprika darf deshalb öfters mal auf dem Speiseplan stehen – egal ob roh oder gekocht. Allerdings reizt rohe Paprika einen empfindlichen Magen. Deshalb wird gegarte Paprika meistens besser vertragen.

Pastasauce-Rezept mit Paprika und Karotten


  Ein Jahreszeitenrezept von Inga Landwehr
Menge 3 Gläser à 200 ml
Küche italienisch
Gericht Pasta
Besonderes Low Budget, Singleküche
Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Arbeitszeit 30 Min.

Zutaten

für 3 Portionen

  • 1 rote Paprika
  • 2 Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln mit Grün
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Tomatenmark (entspricht 1/2 Dose à 35 g)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Prise Chili
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • Wasser

Zubereitung

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 20 Minuten

  1. Gemüse putzen, Karotten und Knoblauch schälen, Knoblauch hacken, Zwiebeln in Ringe und Paprika in Stücke schneiden.
  2. Olivenöl im Topf erhitzen, die getrockneten Kräuter darin anschwitzen und dann Zwiebeln und Knoblauch dazugeben. Mit Wasser ablöschen.
  3. Das geschnittene Gemüse zusammen mit dem Rosmarinzweig in einen Topf geben und kochen, bis es weich ist.
  4. Den Rosmarinzweig herausnehmen und das Gemüse mit einem Pürierstab zerkleinern.
  5. Tomatenmark dazugeben und unterrühren. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
  6. Gewürze dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz aufkochen lassen.
  7. Die Nudelsauce auf gekochte Pasta verteilen und genießen. Wenn du magst und nicht vegan lebst, dann streu noch Parmesan darüber. Für mich gehört das zum Italien-Feeling dazu.

Meine Tipps für dich

  1. Gleich die doppelte Menge kochen, in kleine Gläser geben und einfrieren. Die Gläser werden nicht festzugeschraubt, sonst könnte das Glas platzen.
    Die eingefrorene Pastasauce ist innerhalb von einer halben Stunde im Wasserbad aufgetaut.
  2. Wenn du mehr Wasser nimmst, wird aus dieser Nudelsauce eine leckere Suppe. Die schätze ich besonders an kalten Tagen.

Guten Appetit wünscht
Inga,
die Jahreszeitenköchin

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eine halbe Paprika

Hinter den Kulissen

Beim Kochen dieser Spaghettisauce habe ich natürlich den zuvor erwähnten Song von Spliff gehört. Ach, war das schön, wieder einmal in Erinnerungen zu schwelgen. Das ging mir auch so, als ich das Rezept für Amaretto-Muffins geschrieben habe. Auch jenes Rezept wurde von diesem Song inspiriert.

Das Rezept nebst Erinnerungen war schnell geschrieben. Der Aufbau für die Fotos, das Knipsen und anschließende Bearbeiten hat zwei Stunden in Anspruch genommen – vermutlich hätte ich noch mehr Zeit darein investiert, wenn mein Appetit auf diese leckere Pastasause nicht so groß gewesen wäre …

Quellen


Portrait von Inga landwehr

Inga Landwehr kocht und backt seit 40 Jahren vegetarisch und vegan. Die Zutaten sind immer frisch, meistens bio und oft regional. Ihre besten Kochrezepte schreibt sie hier auf. Dabei achtet die zertifizierte Ernährungsberaterin auf gesunde Nahrung. Außerdem hat sie ein Faible für schöne Kochbücher und kulinarische Belletristik. Ach ja, Inga trinkt Tee.


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