Rote Bete-Gnocchi mit Rosenkohl

Ein kontrastreiches Farbenspiel bieten burgunderroten Rote Bete-Gnocchi und satt-grüner Rosenkohl. Genauso kontrastreich ist auch der Geschmack. Ein veganes Rezept für Genießer!

Die Natur ist im Winterschlaf, die Sonne versteckt sich hinter dicken Wolken und die Auswahl an Saison-Gemüse hält sich in Grenzen. So ist das eben im Januar, wenn alles trist und grau ist. Gerade deshalb darf es auf dem Teller bunt und farbenfroh zugehen. Und wenn dann noch ein bisschen Rot dabei ist, freue ich mich umso mehr auf das Essen.

Heute habe ich mich für einen satten Rot-Grün-Kontrast entschieden. Rosenkohl hat gerade Saison und Rote Bete-Knollen werden auch überall angeboten. Da liegt es förmlich auf der Hand, daraus etwas Leckeres zu kochen.

Aus der Roten Bete mache ich Gnocchi. Seitdem ich das Grundrezept dafür kenne, variiere ich das gerne mit unterschiedlichen Gemüsesorten. Das sorgt für eine aromatische Abwechslung, die wirklich schnell gemacht ist.

Ein weißer Teller mit Rote Bete-Gnocchi und entblätterten Rosenkohl. Darauf liegt eine silberne Gabel.

Gerade mit Roter Bete sind Gnocchi schnell gemacht, weil es die tiefroten Knollen bereits vorgegart gibt. Das erspart die aufwendige Vorbereitung.

Ich muss allerdings gestehen, dass die Gnocchi beim Kochen keine so tolle Figur abgeben. Angesichts des kochenden s erblassen sie beinahe auf der Stelle. Erst wenn sie sich von dem siedend heißen Bad erholt haben, werden sie richtig schon burgunderrot.

Und diese Burgunder-Gnocchi bilden einen tollen Kontrast zum leuchtenden Grün des Rosenkohls. Dazu reiche ich eine vegane Cashewcreme und veganen Parmesan, weils zum Veganuary passen soll.

Wenn du einen weiteren Farbkontrast haben möchtest, dann serviere die Gnocchi mit Rosenkohl und Cashewcreme auf einem dunklen Teller. Denn dann kommt die helle Cashewcreme auch viel besser zur Geltung. In meiner Küche gibt es derzeit nur weißen Teller. Und weil die Schränke voll sind, gibt es in meinen Haushalt eben nur weiße Teller.

Und jetzt kommt die gute Nachricht. Dieses Gericht ist nicht nur perfekt für eine Diät, sondern obendrein auch noch vitaminreich. Denn die Vitamine C, K und A sind reichlich enthalten. Auch Menschen mit einer Fruktosemalabsorption dürfen sich freuen. Das Verhältnis von Glucose zu Fruktose beträgt bei diesem Gericht 1:0,9.

Rezept: Rote Bete-Gnocchi mit Rosenkohl


  Ein Jahreszeitenrezept von Inga Landwehr
Menge 3 Portionen
Küche italienisch
Gericht Pasta
Besonderes günstig, vegan
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten

Zutaten

für 3 Portionen

  • 100 g Portion gekochte Rote Bete
  • 100 g Weizenmehl
  • 300 g Rosenkohl
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz

Vorbereitung

Vorbereitungszeit: 30 Minuten

  1. Rote Bete schälen, kochen, bis sie weich ist und anschließend pürieren. Schneller gehts mit vorgekochter Rote Bete.
  2. Rosenkohl entblättern und im Bambusgarer 15 – 20 Minuten dämpfen. Der Rosenkohl soll bissfest sein.
Ein weißer Teller mit Rote Bete-Gnocchi und entblätterten Rosenkohl. Darauf liegt eine silberne Gabel.

Zubereitung

Zubereitungszeit: 15 Minuten

  1. Mehl mit dem Rote-Bete-Mus verkneten. Das kannst du entweder mit Handmixer und Knethaken oder mit den Händen machen. Dafür häufst du Mehl auf einen Tisch, legst das Rote-Bete-Mus darauf und bedeckst dieses mit Mehl. Anschließend knetest du Mehl und Mus so lange durch, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Das dauert ca. 5 Minuten.
  2. Den Teig in 3 Portionen aufteilen und auf einer bemehlten Unterlage aus jeder Portion ca. 1,5 cm dicke Rollen formen.
  3. Die Rollen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit einer Gabel flach drücken. Anschließend auf einen flachen Teller legen und mit etwas Mehl bestreuen, damit die Rote-Bete-Gnocchi nicht zusammenkleben.
  4. Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und kleine Mengen Gnocchi hineinlegen – nicht zu viele, sonst kleben sie zusammen!
  5. Sobald die Gnocchi an der Wasseroberfläche schwimmen, können diese mit einer Schöpfkelle herausgenommen werden. Die fertigen Gnocchi auf einen Teller legen.
  6. Rote-Bete-Gnocchi und Rosenkohl auf einem Teller anrichten.

Dazu passt

Dazu empfehle ich veganen Parmesan oder Cashewcreme – Am besten beides.

Ein weißer Teller mit Rote Bete-Gnocchi und entblätterten Rosenkohl. Darauf liegt eine silberne Gabel.

Nährwertangaben

Jede Portion enthält

  • 29,3 g Kohlenhydrate, davon
    • 5,3 g Zucker
  • 8,3 g Eiweiß
  • 6 g Ballaststoffe
  • 0,6 g Fett

Das Glukose-Fruktose-Verhältnis beträgt 1,1 : 1.

Meine Tipps

  • Vor der Teigherstellung sollte die Rote Bete sehr gut abtropfen, weil der Gnocchi-Teig sonst noch mehr klebt als ohnehin schon. Auch aus diesem Grund sollte der Teig nicht zu lange geknetet werden.
  • Sollten von den Rote Bete-Gnocchi welche übrig bleiben, dann kannst du diesem am nächsten Tag mit Gemüse in einer Pfanne braten oder aus Gemüse und verdünnter Cashewcreme einen Auflauf machen.

Guten Appetit wünscht
Inga Landwehr,
die Jahreszeitenköchin

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Hinter den Kulissen

Buchcover von Vegane Pasta von Clémence Catz
Vegane Pasta Bild von Heel

Angeregt durch „Vegane Pasta“ von Clémence Catz ist dieses Gnocchi-Rezept entstanden. In dem Buch habe ich auf Seite 12 ein Rezept für Kartoffel-Gnocchi gefunden.

Weil mir Kartoffel-Gnocchi zu „üppig“ sind, hat mich dieses Rezept zu einem Gnocchi-Grundrezept inspiriert. Seitdem experimentiere ich damit und probiere es mit verschiedenen Gemüsesorten aus. Und ich muss sagen, dass ich sehr begeistert von dieser schnellen Art der Pastazubereitung bin.

Die beiden Rezepte für veganen Parmesan und Cashewcreme, die ich unbedingt zu den Rote-Bete-Gnocchi mit Rosenkohl empfehlen, habe ich aus dem veganen Kochbuch „Vegane Pasta“, das im Heel-Verlag erschienen ist, nachgekocht.

Quellen

  • eigenes Rezept
  • eigenes Wissen
  • eigene Erfahrungen
Inga Landwehr
Inga Landwehr

kocht und backt seit 40 Jahren vegetarisch und vegan. Die Zutaten sind immer frisch, meistens bio und oft regional. Ihre besten Kochrezepte schreibt sie hier auf. Dabei achtet die zertifizierte Ernährungsberaterin auf gesunde Nahrung. Außerdem hat sie ein Faible für schöne Kochbücher und kulinarische Belletristik. Unterstütze mich!

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