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Zitronen-Muffins mit Stracciatella-Quark-Füllung

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann back Muffins draus. Oder tauche eine halbe Zitrone in Zucker und leck den ab. Der Zucker vermischt sich nämlich ganz herrlich mit dem Zitronensaft zu einer kleinen Nascherei. Als Kind durfte ich das ich immer mal wieder machen, wenn wir einen Freund meiner Eltern in der Backstube besucht haben.

Damit die Erwachsenen in Ruhe ihre Angelegenheiten besprechen konnten, bekam jedes der Kinder eine halbe Zitrone in die Hand gedrückt. Damit hockten wir uns um einen großen Blecheimer voll Zucker und tauchten die Zitrone dort hinein.

Hatten wir die Zucker-Zitronen-Mischung abgeschleckt, steckten wir die Zitrone gleich wieder in den Eimer. Denn der Zitronensaft allein war ja viel zu sauer. Wir Kinder fanden das total toll. Wir waren beschäftigt, haben jede Zeit vergessen und dabei jede Menge Spaß.

Das Leben war leicht und einfach. Karies, Übergewicht und Hygienevorschriften haben uns nicht interessiert. Der Spaß bei der Sache stand im Vordergrund. Und nur darum gings!

Auf einem Küchengitter stehen mehrere Zitronen-Muffins mit Stracciatella-Quark-Füllung

Zitronen-Muffins backen

Heute lutsche ich keine zuckergetränkten Zitronen mehr ab, wenn das Leben mal wieder sauer schmeckt. Dafür gehe ich in die Küche und backe Kekse. Oder Zitronen-Muffins.

Aber Muffins backe ich auch, wenn alles rund läuft. Mir schmecken selbst gebackene Kekse und Kuchen meistens viel besser als die gekauften. Und appetitanregenden Backduft, wenn der sich in meiner Wohnung verbreitet, bekomme ich nirgendwo sonst.

Und so kommt es, dass ich dabei auch mal etwas Neues ausprobiere. So wie neulich, als mich eine allein gelassene Zitrone aus meiner Holzschale anblinzelt. „Dann bist du jetzt dran.“, sage ich zu der Zitrone.

Butter, Zucker und Mehl sind schnell mit Zitronenzesten und -saft verrührt. Schmeckt schön zitronig, aber nicht erfrischend frisch. Genau dieses Mundgefühl hatte ich mir aber vorgestellt.

Also stelle ich den Teig beiseite – läuft ja nicht weg. Ein Blick in den Kühlschrank offenbart die Lösung: Die Zitronen-Muffins brauchen eine Quarkfüllung!

Stracciatella-Quark aber ist noch viel perfekter als schnöder Magerquark. So werden auch die Gelüste nach Schokolade befriedigt. Wie gut, dass ich auch noch Zartbitter-Schoko-Streusel im Schrank habe. Denn die passen perfekt zur Zitrone.

Gesehen, gedacht, umgesetzt.

Ein neues Muffin-Rezept ist nun fertig. Hier ist es. Du kannst es nun jeder Zeit nachbacken. Erzähl doch mal, wie dir diese Zitronen-Muffins schmecken. Ich freue mich auf einen Kommentar oder eine Bewertung von dir. ↓

Rezept: Zitronen-Muffins mit Stracciatella-Quark-Füllung


  Ein Jahreszeitenrezept von Inga Landwehr
Menge 7 Stück ø 5 cm
Küche amerikanisch
Gericht Muffins
Besonderes Singleküche
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Arbeitszeit 35 Min.

Zutaten

• für den Teig

  • 120 g Dinkelmehl
  • 50 g Kokosblütenzucker
  • 50 g Butter
  • 1 Zitrone
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • evtl. Milch oder Wasser

• für den Straciatella-Quark

  • 120 g Magerquark
  • 1 EL Xylit
  • 30 g Schokostreusel Zartbitter
In einer Muffinform sind Papierförmchen mit Teig und Stracciatella-Quark gefüllt

Zubereitung

  1. Zitrone heiß abwaschen, Schale abreiben und Saft auspressen. Beiseitestellen.
  2. Butter und Zucker schaumig schlagen.
  3. Ei dazugeben und verrühren.
  4. Mehl, Zitronenschale und -saft mit der Butter-Zucker-Ei-Masse zu einem Rührteig verarbeiten. Ist der Teig nicht geschmeidig genug, etwas Wasser oder Milch dazugeben.
  5. Quark mit Xylit und Schokostreuseln verrühren.
  6. Muffinförmchen zur Hälfte mit dem Teig füllen. In die Mitte einen halben Esslöffel von der Quarkmasse geben.
  7. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C 15 – 20 Minuten backen.
  8. Bei Bedarf nach dem Erkalten mit Kakaopulver bestreuen.

Die Kindertage sind lange her. Zitronen mochte ich damals wohl. Heute gehört zitronig nicht zu meinem bevorzugten Geschmack. Nur manchmal brauche ich etwas frisch-sauer-süßes. In solchen Phasen esse ich diese Zitronen-Muffins gerne. Aber dann ist auch wieder gut.

Viel Spaß beim Na(s)chbacken wünscht
Inga,
die Jahreszeitenköchin

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Auf einem Glasteller liegt ein halber Zitronen-Muffin. Im Hintergrund liegt eine gelbe Zitrone

Hinter den Kulissen

Das Rezept für Zitronen-Muffins beschäftigt mich nun schon fast vier Jahre. Sicher, ich hätte einfach ein Backbuch zur Hand nehmen oder auf einem anderen Blog nachschauen können. Doch das ist mir zu einfach. Mir macht es einfach Spaß, an einem Rezept so lange zu tüfteln, bis es meinen Vorstellungen entspricht.

Die Entstehungsgeschichte, die ich oben aufgeschrieben habe, hat sich genauso zugetragen. Allerdings auf mehrere Backtage verteilt. Jedes Mal, wenn ich sechs Muffins gebacken hatte, mussten die ja erst mal aufgegessen werden, bevor ich neue backe.

Zwischen zwei Backversuchen können schon mal mehrere Wochen liegen. So zieht es sich lange hin, bis ein Rezept dann endlich publikumsreif ist. Das bedeutet aber nicht, dass ich das Rezept dann gleich veröffentliche. Manchmal ist ein anderes Rezept wichtiger. Oder mir fehlen die Worte für einen passenden Text.

So ging es mir mit diesem Muffins-Rezept. Es war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Auch die Fotos waren fertig und bearbeitet. Doch dann fehlte einfach die Zeit zum Schreiben.

Doch jetzt ist alles zu meiner Zufriedenheit fertig. Und damit verlässt wieder ein Rezept meinen Fundus.


Portrait von Inga landwehr

Inga Landwehr kocht und backt seit 40 Jahren vegetarisch und vegan. Die Zutaten sind immer frisch, meistens bio und oft regional. Ihre besten Kochrezepte schreibt sie hier auf. Dabei achtet die zertifizierte Ernährungsberaterin auf gesunde Nahrung. Außerdem hat sie ein Faible für schöne Kochbücher und kulinarische Belletristik. Ach ja, Inga trinkt Tee.


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