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Strudelteig – Grundrezept für süße und herzhafte Strudel

Ich liebe Strudel. Egal, ob süß oder herzhaft. Damit der Genuss vollkommen ist, mache ich den Teig ebenfalls selber. In diesem Beitrag bekommst du mein erprobtes und vielfach bewährtes Grundrezept für Strudelteig.

Dafür mache ich den Teig mal mit Weizen- und mal mit Dinkelmehl. Vollkornmehl habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Hierbei habe ich allerdings Sorge, dass der Teig durch das gröbere Mehl weniger geschmeidig sein könnte und dann schneller reist.

Weil dieses Grundrezept ohne Zucker auskommt, kannst du es nach Lust und Laune mit Äpfeln, Pflaumen, Kürbis oder Sauerkraut kombinieren. Meine besten Strudelrezepte findest du ebenfalls in der Jahreszeitenküche.

Bei einem süßen Strudel kommt die Süße durch die Früchte und durch den Zucker, der vor dem Belegen auf den Teig gestreut wird.

Bei einem herzhaften Strudel kannst du deine Fantasie spielen lassen. Egal ob du das Gemüse mit Nüssen, Saaten, Kräuter oder Käse aufpeppst, es schmeckt immer. Wichtig ist hierbei nur, dass die Füllung nicht zu dick wird.

Zu süßem Strudel gehört für mich unbedingt Schlagsahne und/oder Eis. Joghurt passt auch gut. Oder Schokosoße. Ganz so, wie es am besten schmeckt.

Zu herzhaftem Strudel passt gut ein würziges Chutney, eine erfrischende Joghurtsoße oder eine Tomatensalsa.

Wie isst du deinen Strudel am liebsten? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Das probiere ich bei nächster Gelegenheit gerne.

Grundrezept: Strudelteig


  Ein Jahreszeitenrezept von Inga Landwehr
Menge 10 Portionen
Küche österreichisch
Gericht Kuchen
Besonderes Grundrezept
Zubereitungszeit 1 Std. 15 Min.
Teigruhe 30 Min.
Arbeitszeit 1 Std. 45 Min.

Zutaten

für einen Strudel mit 8 – 10 Stücke

  • 200 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 75 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Butter oder Öl zum Bestreichen

Zubereitung

1. Teil

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Teigruhe: 30 Minuten

Aus den Zutaten einen Knetteig herstellen.

  1. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte kneten, bis er geschmeidig ist. Den Teig nicht zu lange kneten, weil er sonst beim Ausziehen reißen könnte.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen und in eine Schüssel legen. Mit Öl bestreichen und 30 – 60 Minuten ruhen lassen.

Intermezzo

Während der Teigruhe wird die Füllung zubereitet.

Für die Füllung benötigst du 500 – 700 g Obst oder Gemüse.

2. Teil

Zubereitungszeit: 15 Minuten

  1. Ein Leinen- oder Baumwolltuch auslegen und mit Mehl bestäuben.
  2. Die Teigkugel darauf legen und den Strudelteig mit den Händen flach drücken. Anschließend mit der Teigrolle so dünn wie möglich ausrollen. Beim Ausrollen sollte eine eckige Form entstehen.
  3. Weil der Teig hauchdünn sein soll, wird er jetzt mit den Händen ausgezogen. D. h., der Teig wird Stück für Stück mit den Händen angehoben und mit den Handrücken ausgezogen. Dabei darf der Teig nicht reißen! Der Teig sollte aber so dünn sein, dass das Licht durchscheint oder das Tuch, auf dem der Teig liegt.
  4. Ist der Strudelteig ausgezogen, wird er auf dem Leinentuch so zurechtgelegt, dass er keine Falten wirft. Dickere Stellen an den Rändern werden dabei mit den Fingern dünner gemacht.

3. Teil

Zubereitungszeit: 10 Minuten

  1. Jetzt wird der Teig vollständig mit flüssiger Butter oder Öl bestrichen.
  2. Als Nächstes wird die Füllung (für das Foto habe ich braunen Zucker und Apfelstücke genommen) auf dem Teig verteilt. Dabei soll ein 3 cm breiter Rand frei bleiben.

4. Teil

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Backzeit: 30 Minuten

  1. Jetzt werden die Ränder an drei Seiten eingeschlagen. Anschließend wird der Strudel mithilfe des Leinentuches aufgerollt.
  2. Der Teig wird mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und mit flüssiger Butter bepinselt.
  3. Bei 200 °C 20 – 30 Minuten backen.

Meine Tipps

  1. Wenn du noch nie einen Strudel gebacken hast, dann empfehle ich dir, dass du dich beim Teigausziehen langsam herantastest. Lass bei deinem ersten Strudel den Teig lieber etwas dicker. Es ist besser, dass du ein genussvolles Erfolgserlebnis hast, als dass der Strudelteig reißt.
  2. Sollte das Ausziehen misslingen, ist Kreativität gefragt. Denn ein erneutes Kneten und Ausziehen verträgt der Teig nicht. Wenn der Teig an den Rändern reißt, ist das nicht schlimm, weil die Ränder sowieso eingeklappt werden. Reißt der Teig in der Mitte, teile ich ihn und mache zwei oder drei Ministrudel daraus.
  3. Als Mehl kannst du Weizenmehl Typ 550 oder Dinkelmehl Typ 1050 nehmen.

Gutes Gelingen wünscht dir
Inga,
die Jahreszeitenköchin

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Portrait von Inga landwehr

Inga Landwehr kocht und backt seit 40 Jahren vegetarisch und vegan. Die Zutaten sind immer frisch, meistens bio und oft regional. Ihre besten Kochrezepte schreibt sie hier auf. Dabei achtet die zertifizierte Ernährungsberaterin auf gesunde Nahrung. Außerdem hat sie ein Faible für schöne Kochbücher und kulinarische Belletristik. Ach ja, Inga trinkt Tee.


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