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Rotkohlsalat mit Cashewkernen und Hüttenkäse-Küchlein

Farbenfroher Salat, der dank der Cashewkerne viele B-Vitamin und Magnesium enthält. Auch als Vorspeise geeignet.

Die Kohlsaison geht langsam zu Ende. Vereinzelt leuchten noch immer die blauvioletten Köpfe in den Gemüseauslagen. Deshalb ist jetzt eine gute Zeit, noch einmal einen leckeren Rotkohlsalat zu machen. Vor über einen Jahr habe ich ein überaus leckeres Rotkohlsalat-Rezept hier aufgeschrieben. Im Winter mache ich dieses häufiger. Und immer schmeckt es mir hervorragend. Doch kürzlich hatte ich eine Inspiration für ein weiteres Rezept. Heute bereite ich den Salat mit Datteln und gerösteten Cashewkernen zu. Als Beilage gibt es Hüttenkäse-Küchlein.

Auf einem Teller liegt ein Rotkohlblatt, in dem Rotkohlsalat mit Cashewkernen angerichtet ist. Daneben liegen Hüttenkäsepuffer.

Hüttenkäse-Puffer mal anders

Hüttenkäse-Puffer habe ich schön öfters gebacken und jedes Mal kommen sie gut an. Sie schmecken kalt oder warm gleichermaßen gut und sind mit oder ohne Topping lecker. Kürzlich habe welche gebacken und die sind per Zufall ganz anders geworden, weil der Ofen zu heiß war. Im Nachhinein hat sich das als großes Glück herausgestellt. Denn diese Puffer wurden außen knusprig und innen weich. Das Mundgefühl war beinahe göttlich!

Von diesen Hüttenkäse-Puffern hatte ich noch welche im Kühlschrank, als ich den Rotkohlsalat gemacht habe. Im Zuge einer nachhaltigen Resteverwertung habe ich diese dann dazu gegessen. Die Kombination fand ich richtig gelungen. Auch weil es ein Augenschmaus ist. Allerdings wollte ich nicht die schnöden Puffer zu diesem Rotkohlsalat haben. Ich wollte kleine Küchlein, die optisch was hermachen. Und damit begann die Tüftelei.

Ich habe eine Auflaufform mit der Hüttenkäsemasse einen Zentimeter hoch gefüllt und gebacken. Anschließend habe ich mit Keksausstechern Formen ausgestochen. Weil Plätzchenausstecher nur mäßig scharfkantig sind, war das ein sehr mühsames Unterfangen. Dabei haben leider nur wenige Küchlein die gedachte Form eines Sterns bekommen. Außerdem bleiben enorm viele Reste übrig. (Schmecken lecker und esse ich auch so, war aber ja anders gedacht.)

Weil mir passende Förmchen fehlten, habe ich für den nächsten Versuch kurzerhand meine Keksausstecher verwendet. Dafür habe ich die Ausstecher, die unbedingt aus Metall sein müssen, innen eingefettet und auf Backblech gelegt. Dahinein kam die Masse und wurde gebacken. Die Küchlein behalten auf diese Weise definitiv die Form, auch wenn das Herauslösen mit Fingerspitzengefühl verbunden ist. Außerdem bleiben keine Reste übrig und es können auch kleinere Formen gebacken werden. Auch wenn es mit ein wenig Pfriemeln verbunden ist, lohnt sich das Endergebnis allemal.

Noch ein Hinweis zu den Ausstechformen. In meiner Jahreszeitenküche habe ich Ausstecher, die eine gerade, glatte Linie habe, wie bei einem Herz zum Beispiel. Außerdem habe ich ein paar Dreiecke, die eine Wellenkante haben. Diese sind für die Hüttenkäse-Küchlein am besten geeignet.

Eine Glasschlüssel mit Rotkohlsalat auf dem 3 Cashewkerne angerichtet sind.

Rotkohlsalat mit sonnengelben Cashewkernen

Von einer meiner Balireisen habe ich das Rezept für die gerösteten Cashewkerne mitgebracht. Diese werden mit etwas Öl in Salz und Kurkuma geröstet. Durch das Rösten mit Kurkuma bekommen die Cashewkerne ein intensives Sonnengelb, das sich wunderbar von dem dunkelvioletten Rotkohlsalat abhebt.

Überhaupt sind Cashewkerne sehr gesund, auch wenn diese reichlich gesättigte Fettsäuren und Zucker enthalten. Doch wegen des enorm hohen Anteils an Tryptophan, einer essenziellen Aminosäure, gehört die Cashewnuss regelmäßig auf den Speiseplan. Denn Tryptophan ist ein wichtiger Baustein bei der Serotoninproduktion. Wird Tryptophan mit Vitamin B6 kombiniert, kann es bei der Behandlung von leichten Depressionen einen wesentlichen Beitrag leisten.

Mit immerhin 12 % ist der Anteil an Vitamin B6 in 40 g Cashewnüssen reichlich vorhanden. Allerdings weisen Bierhefe, getrocknete Paprika- und Chilischoten sowie Sonnenblumenkerne wesentlich höhere Anteile auf: Zum Beispiel würde bei Bierhefe bereits ein Teelöffel genügen, um die gleiche Menge Vitamin B6 zu bekommen!

Aber auch die Vitamine B1, B2, B3, B5 und B7 sind reichlich vorhanden.

Von den Mineralstoffen und Spurenelemente enthalten Cashewkerne besonders viel Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Mit den 40 Gramm, die in diesem Rezept enthalten sind, werden bereits 30 % des Tagesbedarfs an Magnesium gedeckt! Knabberst du dann noch beim Rotkohlschneiden eine Handvoll nebenbei, bist du für den Tag mit dem „Salz der inneren Ruhe“ gut ausgestattet.

Rotkohlsalat-Rezept


  Ein Jahreszeitenrezept von Inga Landwehr
Menge 3 Portionen
Küche deutsch
Gericht Salat
Besonderes Low Carb, Mealprep
Vorbereitungszeit 30 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Arbeitszeit 50 Min.

Zutaten

für 2 – 3 Portionen

• für den Salat

  • 200 g Rotkohl
  • 30 g Medjoul-Datteln (3 Stück)
  • 40 g Cashewkerne
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Salz
  • Kokosöl

• für die Vinaigrette

  • 40 ml Olivenöl
  • 20 ml weißer Balsamico
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 Prise Chili
  • Kräutersalz
  • Pfeffer

Zubereitung

Zubereitungszeit: 25 Minuten

• Cashewkerne

  1. Cashewkerne mit Kurkuma und Salz und Kurkuma in eine Pfanne geben.
  2. Die Zutaten unter ständigem Wenden mischen und dabei die Cashewkerne rösten.
  3. Wenn die Cashewkerne braun werden aus der Pfanne nehmen und auf einem abkühlen lassen

• Salat

  1. Vinaigrette in einer großen Schüssel anrühren.
  2. Datteln entsteinen, in kleine Stücke schneiden und mit der Vinaigrette mischen.
  3. Rotkohl waschen und die äußeren Blätter entfernen, falls diese vertrocknet sind.
  4. Den Stielansatz vom Rotkohl entfernea und in feine Streifen schneiden oder hobeln.
  5. Rotkohl in die Vinaigrette geben und gut durchmischen.
  6. Die Schüssel abgedeckt einige Stunden ziehen lassen.
  7. Kurz vor dem Servieren die Cashewkerne grob hacken kurz und mit dem Salat mischen.
Sonnengelb geröstetet Cashewkerne liegen in einer blauen Schüssel

Mein Tipp

Von den Cashewkernen gleich die doppelte Menge rösten. Denn die sind so lecker, dass sie beim Salatschnibbeln aufgeknabbert sind.

Hüttenkäse-Küchlein

Zutaten

für ca. 10 Stück

  • 200 g Hüttenkäse
  • 50 g Dinkelmehl
  • 2 EL Öl
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 Ei
  • 1 TL Thymian
  • 1 Prise Chili
  • Kräutersalz

Zubereitung

Zubereitungszeit: 5 Minuten
Backzeit: 20 Minuten

  1. Hüttenkäse mit Mehl, Ei, Öl und Gewürzen zu einem Teig verrühren. Der Teig muss ziemlich fest werden.
  2. Ausstechformen aus Metall mit reichlich Kokosöl einfetten und auf ein mit Backpapier ausgelegte Backblech legen. Dabei sollen die Ausstechformen so liegen, dass zwischen Papier und Form kein oder nur ein winzigkleiner Spalt ist.
  3. Die Förmchen zu dreiviertel mit der Hüttenkäsemasse füllen.
  4. Den Backofen auf 270 °C vorheizen.
  5. Die Hüttenkäse-Küchlein mit Unterhitze 20 Minuten backen. Nach der halben Backzeit wenden.
  6. Nach dem Backen werden die Küchlein vorsichtig und mit viel Fingerspitzengefühl aus der Form gedrückt. Ein gutes Hilfsmittel ist eine Stahlnadel (z. B. von einem Nadelspiel). Damit können die Küchlein vorsichtig vom Metallrand der Ausstechform gelöst werden.

Zum Schluss Rotkohlsalat und Hüttenkäse-Küchlein auf einem Teller anrichten und genießen.

Die Hüttenkäse-Küchlein sind auch ideal für ein Fingerfood-Büffet!

Ich wünsche dir viel Freude beim Nachkochen und freue mich, wenn du einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlässt.

Guten Appetit wünscht
Inga,
die Jahreszeitenköchin

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Hinter den Kulissen

Dieses Rezept war mal wieder eine Spontan-Inspiration, die auf Anhieb gelungen ist. Somit hat das Rezept nicht länger als eine Stunde gedauert. Das Schreiben dieses Textes und das Erstellen der Aufnahmen hat dafür ein Vielfaches länger mehr gebraucht.

Insgesamt habe ich 52 Fotos gemacht. Einige davon habe ich nachbearbeitet und daraus dann eine Auswahl getroffen. Die siehst du hier, in diesem Beitrag.

Quellen

  • eigenes Rezept
  • eigenes Wissen
  • eigene Erfahrungen

Portrait von Inga landwehr

Inga Landwehr kocht und backt seit 40 Jahren vegetarisch und vegan. Die Zutaten sind immer frisch, meistens bio und oft regional. Ihre besten Kochrezepte schreibt sie hier auf. Dabei achtet die zertifizierte Ernährungsberaterin auf gesunde Nahrung. Außerdem hat sie ein Faible für schöne Kochbücher und kulinarische Belletristik. Ach ja, Inga trinkt Tee.


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