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Leck meine Eier von Rafael Bettschart

Frühstücksei, Omelett oder Schottische Eier gefällig? Gewürzt mit einer Prise Satire findest du diese und weitere Rezepte in diesem kurzweiligen Kochbuch. (Werbung)

Ostern ist vorbei. Gut für die Hühner. Oder die Eier? Zumindest aber können sich jetzt Erstere entspannen, weil Letztere nicht mehr massenhaft hart gekocht und in quietschend-bunten Farben auf dem Frühstückstisch liegen. Denn das gehört ja in vielen Haushalten zum guten Ton.

Doch ich prophezeie schon heute, dass der Hype in spätestens einem Jahr erneut aufflammt. Bis dahin aber kommt immer mal wieder die ein oder andere Eierspeise als Frühstücksei, Solei oder Omelett auf den Tisch. Und dann ist es gut, dafür das passende Kochbuch zur Hand zu haben. Und genau das stelle ich dir jetzt vor.

„Leck meine Eier“,

so lautet der Titel des Kochbuchs von Rafael Bettschart. Okay, der Titel ist zweideutig und auch ein wenig provokant. Und für einen Foodblog, der von einer Frau geschrieben wird, total unpassend, oder? Doch ist gebe zu, dass ich unter anderem auch eine Schwäche für Doppeldeutigkeiten habe. Ich meine, das Buch hätte ja auch „Leckere Eierspeisen – nicht nur für Männer“ heißen können. Das trifft zwar den Inhalt, würde aber viel weniger Aufmerksamkeit erregen. Und Autoren, besonders, wenn sie sich der Satire verschrieben haben, wünschen sich nun mal, dass möglichst viele Leser ihr Buch kaufen.

Aber belassen wir es dabei. Ich will ein wenig vom Inhalt erzählen und dann kannst du entscheiden, ob es sich in deine Kochbuchsammlung einreihen darf, du es an jeMANNden verschenkst oder dankend ablehnst.

Auf braunen und weißen Eiern liegt das Buch leck meine Eier

Alles beginnt mit dem Kochen des perfekten Eis. Wenn es sich dabei um das Frühstücksei handelt, werden damit die Weichen für den Tag gelegt. Oder für die Ehe. Hierbei denke ich selbstredend an Loriots Sketch „Berta, das Ei ist hart“. Wer kennt diesen Dialog nicht und hat nicht schon Tränen gelacht. Dennoch, für allen Eier-Ignoranten sollte es eine Warnung sein. Denn ein nur zufällig viereinhalb Minuten gekochtes Ei konnte Männer zum Morden verleiten. Und somit hat dieses Eier-Kochbuch auch das Zeug, als Beziehungsberater zu fungieren.

Im Kochbuch folgen nun weitere Rezepte für gegrillte Eier (perfekt für Barbecue-Fans!), eingelegte Eier und Eier auf Toast – die internationale Küche lässt grüßen. Denn hier hat der Autor wirklich viele leckere Ei-Kreationen zusammengetragen. Es ist angeraten, das ein oder andere Rezept einmal nachzukochen, um das eigene Repertoire zu erweitern. Dazu rate ich dir unbedingt!

Die Rezepte werden immer wieder von satirischen Intermezzi unterbrochen, die durchaus lehrreich, aber auch amüsant daherkommen. Als Beispiele seien hier das größte Ei der Welt und der Frischetest genannt.

Das vorliegende Buch kommt übrigens ohne Foto aus. Stattdessen ist es mit kleinen lustigen Illustrationen im Stil der Titeldarstellung ausgestattet. Warum der Autor auf Fotos verzichtet, begründet er so:

„Hier gibt es keinen food porn, Stockfotos oder sonstige Hochglanzbilder, die letztendlich keine weitere Aufgabe haben, als Autoren das Erdenken und Schreiben von mühseligen Texten zu ersparen.“

Rafael Bettschart, Leck meine Eier, S. 9

Um einer diesbezüglichen Kritik der Leser*innen etwas entgegenzusetzen, stellt der Autor ein paar satirische Fragen. Keine davon begründet, weshalb wirklich auf Fotos verzichtet wurde, aber einfach mal raus mussten. Recht so! Auch wenn ich mir schöne Foodfotos total gerne anschaue und keine Mühen scheue, um auf meinem Blog ebenso schöne Fotos von meinen Rezepten zu machen, so kann ich dieser Argumentation doch nur zustimmen. Denn Fotos machen enorm viel Arbeit und bilden ein Ideal ab, wie es nur selten auf den Tisch kommt. Und wenn doch, dann ist das Essen kalt.

Mein Fazit über „Leck meine Eier“

Klarer Fall, ich gehöre nicht zur Zielgruppe. Männer mögen über die Anzüglichkeiten herzlich lachen, mein Humor ist anders. Aber Deal ist Deal und deshalb habe ich trotzdem eine Rezension geschrieben.

Die Rezepte hätte ich alle im Internet finden können. Trotzdem habe ich nichts dagegen, alle in einem Buch versammelt zu finden. Einige davon haben tatsächlich meine Neugierde geweckt, sodass ich sie irgendwann mal nachkochen werde.

Was mir an diesem Buch aber gar nicht gefällt, ist, dass das Buch über Amazon gedruckt und vertrieben wird. Wenn du meinen Blog schon länger kennst, dann weißt du, dass mir Nachhaltigkeit wichtig ist. Deshalb kaufe ich nur bei Shops, die einen großen Teil der Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Und nur solche Shops empfehle ich auf meinem Blog bzw. setze einen Affiliate-Link.

Aber, wie zuvor bereits erwähnt, habe ich mich bereits erklärt, eine Rezension zu schreiben, an der vielleicht ein wenig Spaß hattest. Vielleicht hat dich das sogar neugierig auf das Buch von Rafael Bettschart gemacht? Dann zögere nicht lange und kaufe es! Das ist mein voller Ernst. Prinzipienreiterei sollte niemals den Spaß an einem Kochbuch verderben.

Außerdem habe ich gesehen, dass es auch über buecher.de* bestellbar ist. Der Versand dauert dann zwar 6 – 10 Tage. Aber Vorfreude ich ja bekanntlich die schönste Freude – ein perfektes Ei braucht ja auch viereinhalb Minuten Kochzeit.

In diesem Sinne wünsche ich dir viele leck(ere) Eier.
Inga,
die Jahreszeitenköchin

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Verlagsangaben

Buchcover Rafael Bettscharts BuchLeck meine Eier
Leck meine Eier
Bild von Rafael Bettschart

Rafael Bettschart: Leck meine Eier

epubli
112 Seiten
Softcover
ISBN: 978-3-75495-991-6
erschienen 2022

Bildnachweis

Eier im Hintergrund des Titelbildes: Elke by Pixabay
Buchcover: Rafael Bettschart

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Ich versichere, dass ich diese Buchbesprechung aus eigener Motivation geschrieben habe. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar beim Verlag angefordert. Es wurde mir kostenfrei zugesandt. Ein Honorar wurde für diese Buchbesprechung weder vereinbart noch gezahlt.


Portrait von Inga landwehr

Inga Landwehr kocht und backt seit 40 Jahren vegetarisch und vegan. Die Zutaten sind immer frisch, meistens bio und oft regional. Ihre besten Kochrezepte schreibt sie hier auf. Dabei achtet die zertifizierte Ernährungsberaterin auf gesunde Nahrung. Außerdem hat sie ein Faible für schöne Kochbücher und kulinarische Belletristik. Ach ja, Inga trinkt Tee.


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